Die zwei Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) könnten unterschiedlicher nicht sein: Vicky hat ihre Zukunft bereits vollständig geplant, wird schon bald einen Börsenmakler in New York heiraten und in ein nettes Häuschen ziehen. Cristina hingegen erholt sich gerade wieder einmal von einer gescheiterten Beziehung und irrt planlos durch ihr Leben. Ihr gemeinsamer Sommer im wunderschönen Barcelona rüttelt jedoch beide wach. Der selbstsichere Maler Juan (Javier Bardem) versucht die beiden zu einem Ausflug mit anschließendem Zärtlichkeitsaustausch zu bekehren. Obwohl Vicky anfangs noch zögert, überredet die von dem verruchten Angebot sichtlich angezogene Cristina ihre Freundin und letztendlich willigen beide ein.
Woody Allen schildert in einer sehr schönen Kombination von bezaubernden Bildern des schönen Kataloniens und cleveren Dialogen den grundlegenden Sinneswandel der beiden Freundinnen: Vickys aufkommende Zweifel an ihrem bisher perfekt durchgestyltem Lebensstil und Cristinas Erkenntnis über den Sinn und Zweck ihres Lebens. Juan lehrt ihr das Verständnis von Kunst, die sie von nun an zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt machen will. Auch Juans plötzlich wieder auftauchende Exfrau María Elena (Penélope Cruz – genial!!!) inspiriert Cristinas Sinn für Kunst; die Kunst der Fotografie und der Liebe. Oh lala…
Der Film ist sexy! Obwohl Sex vielmehr als Philosophie denn als Akt angesehen wird. Woody Allen lehrt den Zuschauer über die Leichtigkeit der Liebe, aber auch über ihre Unvorhersehbarkeit.
Ihr werdet euch alle in Katalonien verlieben — Danke, Mr. Allen!

