Cecil Taylor ist der Großmeister des Freejazzpianos. Der Film zeigt in einer lockeren Weise die unkonventionelle Haltung des medienscheuen modernen Genius und wahren Giganten der Nachkriegsmusik. An seinem geliebten und ramponierten Piano in Brooklyn Brownstone sitzend hält der Meister Hof mit oft auch laut schallenden Äußerungen über das Leben, die Kunst und die Musik, während er seine Technik und Ansichten mittels Superclusterspiels demonstriert. Studenten des Mills College, wo Taylor regulär Lehraufträge hat, entwickeln da eine avantgardistische "freie Komposition" unter seiner genialen Anleitung. Taylor spielt mit seiner Band im Yoshi's Oaklaand in New Yorks Lincoln Center und im Iridium mit seinem großen Ensemble Orchestra Humane. Seit den 50ern vertritt Taylor unveränderlich die Jazzavantgarde. Die Aufnahme der UCLA Royce Hall Soloperformance ist ein Beispiel seiner erstaunlichen Meisterschaft in komplexer musikalischer Kontruktion.
All the Notes ist das intime Porträt eines großartigen Musikers und Klangdenkers in triumphierender Vollkommenheit, welches Taylors Edelmut, Hingabe und Glauben aufrichtig widerspiegelt, die nur nach einem Leben voller Fantasie vorzufinden sind.

