Hatte Elvis einen bösen Zwillingsbruder? Kann man Koffein als Insektizid verwenden? Was ist der optimale Abstand der Induktionsspulen eines Tesla-Transformators? Was ist der perfekte Farbton für Kaffee mit Milch?
„Coffee And Cigarettes“ weiß darauf keine Antworten, aber die Fragen sind es, die diesen Film so unterhaltsam machen.
In elf kurzen Episoden, die über Jahre hinweg aufgenommen wurden, beobachtet Jim Jarmusch Menschen bei ihren von reichlich Kaffee und Zigaretten begleiteten, teils sehr grotesken Diskussionen. Schnörkellos und passiv werden die absonderlichsten Theorien aufgestellt und verteidigt.
Kaffee als Traumbeschleuniger? Tom Waits als Notarzt?
Der Koffein- und Nikotinpegel steigt bedrohlich…
Die Geschichte von „Coffee And Cigarettes“ beginnt bereits 1986, als Jim Jarmusch die erste Episode des Films mit Roberto Benigni und Steven Wright als Kurzfilm dreht. Mit den Jahren folgten weitere Episoden bis Jarmusch 2003 in wenigen Wochen die letzten sechs Szenen drehte und einen lose zusammenhängenden Film daraus schuf, verbunden durch das titelgebende Thema. Seit seiner Premiere auf dem Filmfestival von Venedig hat der Film weltweit die Kritiker begeistert.
Matthias Irmscher

