Die 10-jährige Chihiro steht mitsamt ihrer Familie vor einem Wohnungswechsel. Auf der Fahrt zum neuen Heim geraten sie in eine Welt, die den Menschen normalerweise nicht zugänglich ist. Als ihre Eltern in Schweine verwandelt werden, flieht Chihiro und gerät noch tiefer in diese fremde Welt der kleinen und großen Ungeheuer, Geister und Gottheiten.
Nur unter zwei Bedingungen darf sie bleiben: Sie muss ihren menschlichen Namen ablegen und sie muss für die Hexe Yubaba, die über ein großes Thermalbad wacht, arbeiten. Die anfängliche Angst legt sich bald und schnell findet sie Freunde unter den zahllosen Kreaturen, die rund um das Thermalbad arbeiten. Doch darf sie dabei nicht ihre wahre Herkunft vergessen, da sie und ihre Eltern sonst für immer in dieser Welt gefangen sind.
„Chihiro’s Reise ins Zauberland“ ist nach „Prinzessin Mononoke“ das neueste Meisterwerk des japanischen Regisseurs Hayao Miyazaki. Er versteht es wie kein anderer, den Zuschauer durch liebevolle Details und eine ungeheuer dichte Atmosphäre in den Bann seiner Geschichten zu ziehen. Dabei stellt er nicht wie seine Kollegen bei Disney die Welt als einen immer sonnigen und friedlichen Ort dar, sondern lässt seine Heldin auf Ungeheuer, böse Hexen und menschenfressende Gottheiten stoßen.
Miyazaki hat mit diesem Film wieder ein Werk geschaffen, das eine gelungene Geschichte, japanische Trickfilmkunst und den Geist des Regisseurs zu einem wirklich sehenswerten Kinoerlebnis vereint.

