„Das Fenster zum Hof“, lief nach seiner Fertigstellung im Jahr 1954 zunächst nur kurz in den Kinos. Denn nach dem Tod von Cornell Woolrich, dessen Novelle die Vorlage lieferte, klagte ein Anwaltsbüro seine Tantiemen-Rechte ein und verbot die weitere Aufführung des Films. Später verfügte Hitchcock in seinem Testament, dass der genial konstruierte Krimi (plus einige andere Werke des Meisters) erst nach seinem Tod dem Publikum wieder zugänglich gemacht werden sollte. So kam das «Fenster zum Hof» erst in den 80ern wieder in die Lichtspieltheater und verdeutlichte dem Publikum eindringlich, warum Hitchcock als der «Master of Suspense» gilt. Der Pressefotograf L. B. Jeffries (James Stewart) ist wegen eines Unfalls an den Rollstuhl gefesselt. Arbeitsunfähig und frustriert sitzt er die meiste Zeit am Fenster und beobachtet mit einem Fernglas die Nachbarn in dem Wohnblock gegenüber. Was am Anfang nur ein einfacher Zeitvertreib ist, wird durch merkwürdige Vorfälle in einer Wohnung gegenüber zur Besessenheit. In Jeffries entsteht der Verdacht, Zeuge eines Verbrechens geworden zu sein. Er schildert seiner Verlobten Lisa (Grace Kelly) die beklemmenden Beobachtungen. Auch sie gerät in den Bann des blutigen Geheimnisses ...

