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Archiv, 15.11.2001

21:00 Uhr ()   

 
Almost Famous
 
Produktion: USA 2000
Regie: Cameron Crowe
Drehbuch: Cameron Crowe
Kamera: John Toll
Musik: Nancy Wilson
Schauspieler: Patrick Fugit, Frances McDormand, Billy Crudup, Kate Hudson,Phillip Seymour Hoffmann, u.a.
Technik: 35 mm, Farbe, 127 min
Auszeichnungen: Oscar 2000 für Cameron Crowe (bestes Drehbuch)
 

San Diego, 1969: William Miller ist 13. Zumindest ist dies die „Wahrheit“ die Mutter Elaine (Frances McDormand) dem Elfjährigen erzählt, in der Hoffnung, er würde einst der jüngste Jurist Amerikas sein. Ohne Vater in einem Haus aufzuwachsen, in dem Rockmusik verboten ist, Weihnachten im September gefeiert wird, um der Kommerzialisierung der Feiertage zu entkommen und in dem die mütterliche Fürsorge bereits irrwitzige Formen angenommen hat - das ist zuviel! Die 18jährige Anita brennt durch. Ihrem Bruder William lässt sie nur die unterm Bett versteckte Plattensammlung zurück. ...
4 Jahre später weiß dieser alles über den Rock’n Roll und träumt von einem Leben als berühmter Kritiker. Nachdem William (Patrick Fugit) kleinere Artikel für das hiesige Musik-Magazin „Creem“ verfasst hat, wird die Redaktion des „Rolling Stone“, den Schüler für einen ausgebildeten Journalisten haltend, aufmerksam. Ein Traum scheint in Erfüllung zu gehen: Er ist für die Titelstory zuständig und geht mit der Band „Stillwater“ rund um den exzentrischen Gitarristen Russel samt Groupies (halt, diese möchten ja als Band Aids bezeichnet werden!) und allem, was man sonst noch zu „Sex, Drugs and Rock’n Roll“ benötigt, auf Tour. Es wird eine aufregende Reise für William, die sein Leben verändert. Besonders die aufregende Penny Lane (Kate Hudson), ihres Zeichens „Unterstützende“ der „Stillwater“-Tour, hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihm. Doch bald muss auch er erkennen, dass die Zeit des unverfälschten Rock’n Rolls dem Ende zugeht, Musik wird zum knallharten Geschäft. Band Aids entpuppen sich wie geahnt als Betthäschen, Gefühle bleiben auf der Strecke, Ideale werden Profiten zuliebe aufgegeben und seine Helden von „Stillwater“ sind ebenfalls nur Menschen mit ganz alltäglichen Problemen. William steht nun immer mehr unter dem Druck, seine Story abzuliefern und auf das Flehen seiner Mutter hin nach Hause zu kommen. Nicht gerade hilfreich ist dabei das Misstrauen, dass ihm die Band entgegenbringt, da diese neben dem Fan auch den ! !
Feind in
ihm sieht, der mit seinem Artikel über Triumph oder Untergang von „Stillwater“ entscheidet.
„Almost Famous“ zeichnet ein lebensnahes und menschliches Portrait der „Wilden 70er“, als die Musik einer Lebenshaltung gleichkam. Mit dieser Liebeserklärung an die damalige Zeit erhielt Regisseur Cameron Crowe, der seine eigene Jugend als Journalist beim „Rolling Stone“ verarbeitete, den Oskar für das beste Originaldrehbuch.

Rebecca Hasert

 
 
 
Hinweis: Die hier gelisteten Filme liefen bzw. laufen demnächst im Hochschulfilmclub der TU Ilmenau. Es liegen keine Kopien der Filme vor. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Händler oder die Videothek Ihres Vertrauens bzw. den entsprechenden Filmverleiher.