Rudolfo, ein albanischer Flüchtling und Maler, Marcel, ein französischer Dichter und Schaunard, ein irischer Komponist, Künstler in jeder Hinsicht, lernen einander zufällig auf demselben Schlachtfeld kennen. Wie Hunde, die nach der Beute schnappen, jagen sie das wilde Tier, genannt Fünffrancstück. Sie können auf dem Boulevard keine zehn Schritte machen, ohne einem Bekannten zu begegnen, und nirgends dreissig, ohne auf einen Gläubiger zu stossen.
Diese melancholische Komödie, die nebenbei gesagt, eigentlich ein Melodrama ist, erzählt von ihrem Leben, insbesondere von ihren Beziehungen zu Mimi und Musette, zwei im Mahlstrom der Grossstadt verlorenen Schönheiten vom Lande. Der tägliche Kampf ums Überleben erfordert Erfindungsgeist und Geschick. Im tiefsten Elend nährt sie das Füllhorn der Poesie, und wenn ihre List und ihr Humor etwas Geld in die Taschen spülen, so sieht man sie alsbald die kostspieligsten Launen reiten; sie trinken dann vom Besten und Ältesten und finden nie genug Fenster, um ihr Geld hinauszuwerfen.
Die Geschichte dieses Films ist derart kompliziert, dass eigentlich ein Ausschuss eingesetzt werden müßte, um sie zu entwirren. Allen weiblichen Zuschauern wird das Mitbringen von Taschentüchern empfohlen, da sie das vielleicht traurigste Filmende seit „Waterloo Bridge“ erwartet.
Quelle: Verleiherinformation

